Infos zum Gabelstapler-Hersteller Yale

Wissenswertes über den Hersteller

Wer nicht gerade einen Gabelstapler sucht, der assoziiert „Yale“ als erstes mit der berühmten amerikanischen Universität aus New Haven, Connecticut. Der Markenzug „Yale“ ist auf einem Gabelstapler aber mindestens genauso viel Wert, wie ein entsprechendes Hochschulzeugnis an der Wand einer Anwältin oder eines Managers. Der Flurfördermittelhersteller steht der gleichnamigen Universität in puncto Tradition und Leistung kaum nach. Das Unternehmen wurde 1844 als kleine Werkstadtfabrik gegründet, heute gehört die Marke zu Hyster-Yale Materials Handling. Der Konzern aus Cleveland ist börsennotiert und beschäftigt laut eigenen Angaben weltweit etwa 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen Umsatz von fast 3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet haben. Seinem Leitspruch „Menschen, Produkte, Produktivität“ wird das Unternehmen auf vielerlei Wegen gerecht. Der Hersteller verfolgt hohe Qualitätsansprüche, die er nicht nur behauptet, sondern durch eine Reihe von Zertifikaten auch unter Beweis stellt. Für den Bereich Yale Gabelstapler wurde ein spezielles Qualitätsmanagement-System entwickelt. Alle amerikanischen und europäischen Fabriken produzieren umweltbewusst. Neben Qualität und Umwelt ist dem Unternehmen aber auch die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter ein Anliegen. Die, selbstverständlich ebenfalls evaluierten, Vorgaben zum Arbeitsschutz werden in allen Produktionsstätten implementiert und durchgesetzt.

Yale Gabelstapler und ihre Geschichte

Yale hat einmal ganz klein angefangen und das gilt nicht nur für die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Auch technisch war das einstige Herzstück des Unternehmens deutlich kleiner als ein Yale Stapler vermuten lässt. Der Erfolg des Unternehmens gründet auf dem Stiftzylinderschloss, das Linus Yale Jr. 1844 erfunden hat. Erst 1875 stellte der Firmengründer gemeinsam mit seinem neuen Geschäftspartner, Henry Towne, die Produktpalette von Schlösser auf Flurförderfahrzeuge um. 1920 brachte das Unternehmen den ersten batteriebetriebenen Gabelhubwagen auf den Markt. Kurze Zeit später folgten weitere Spezialfahrzeuge. In den früheren 1930er Jahren trotzte das Unternehmen der Wirtschaftskrise und begann einen äußerst erfolgreichen Expansionsfeldzug. Zunächst wurde eine Fabrik in England gegründet und kurz danach der deutsche Gabelstapler-Hersteller BKS übernommen. Der Export von Yale Gabelstaplern nach Japan begann Mitte der Dekade. Die 1930er Jahre waren für Yale nicht nur ökonomisch sehr erfolgreich, das Unternehmen erlebte in dieser Zeit auch technisch mehr als eine Sternstunde. Zu den wichtigsten Errungenschaften, die den Staplerbau noch heute prägen, zählt die Erfindung eines Servo- und Rollenlenksystems, die Einführung zentralgesteuerter Gabelstapler und die Verwendung einer neuen, besonders hitzebeständigen Silikonisolierung in Elektro-Staplern. Yale Stapler mit Verbrennungsmotor kamen dann ab 1950 auf den Markt. In den folgenden Jahren kaufte der Konzern zahlreiche Wettbewerber auf, bis er 1985 schließlich selbst von der North American Coal Corporation übernommen wurde. Für die Herstellung und den Vertrieb der Yale Gabelstapler in Europa ist seit 1992 die Yale Europe Materials Handling verantwortlich. Die Geschäfte werden aber aus der Zentrale in Cleveland, Ohio, gesteuert.

Produktpalette

Das Unternehmen bietet 3-Rad- und 4-Rad-Gabelstapler mit Elektromotor, die ein wirtschaftliches und effizientes Arbeiten auf engstem Raum ermöglichen. Diese Yale Stapler sind mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,9 bis 4,9 kW/h sehr sparsam und darüber hinaus auch noch sehr leise. Der Geräuschpegel der Fahrzeuge überschreitet nur selten 59 Dezibel, das entspricht etwa dem Geräusch, das ein mittelgroßer Kühlschrank erzeugt. Mit Spitzengeschwindigkeiten von durchschnittlich 12 km/ h sind sie nicht wirklich flott unterwegs aber in Lagern mit kurzen Wegen ist dies kein Nachteil. Besonders beliebt sind die Modelle aus der Serie ERP15-20VT, deren Tragfähigkeit von 1,5 bis zu 2 Tonnen reicht.

Obwohl alles einmal mit einem Elektro-Stapler angefangen hat, liegt der Schwerpunkt der Produktpalette mittlerweile bei den Gabelstaplern mit Verbrennungsmotoren. Neben den Modellen, die in Serie gefertigt werden, bietet Yale auch individuell konfigurierbare Stapler aus der Serie Veracitor VX an. Die kleinsten Serienmodelle mit Diesel- oder Treibgasantrieb gehören zur Baureihe GDP/GLP16-20VX. Diese Fahrzeuge heben und bewegen 1,6 bis 2,0 Tonnen Last auf bis zu 5,5 Meter Höhe. Die Stapler sind langlebig und vielseitig einsetzbar. Sie eignen sich sowohl für die industrielle Produktion, als auch für die Logistik und das Baugewerbe. Wer einen Yale Stapler für richtig harte Arbeiten benötigt, der bevorzugt aber die Modelle aus der Reihe GDP80-160DC–EC. Diese Schwerlaststapler verfügen serienmäßig über eine geschlossene Kabine und stemmen zwischen 8 und 16 Tonnen. Sie bewähren sich beim Schwerguttransport, in Steinbrüchen und in der Forstwirtschaft.

Service

In Zusammenarbeit mit seinen Vertriebspartnern bietet das Unternehmen auch Service- und Reparaturleistungen an. Selbstverständlich sind für Yale auch innovative Finanzierungslösungen. Wer nur ausnahmsweise einmal einen besonderen Stapler braucht, kann diesen sogar mieten. Das Unternehmen nimmt seine gebrauchten Stapler auch gerne wieder zurück, die gut erhaltenen werden an preisbewusste Kunden weiter veräußert.

Kontakt
Hyster-Yale Materials Handling, Inc.
5875 Landerbrook Drive, Suite 300
Cleveland, Ohio, USA 44124
E-Mail:[email protected]
www.yale.com

Yale unterhält in Deutschland keine eigenen Stapler- oder Vertriebszentren, dafür arbeitet das Unternehmen mit zahlreichen Händlern zusammen. Den nächstgelegenen finden Sie ganz leicht über die Homepage, die auch eine bequeme Suche nach Postleitzahlen ermöglicht.