Infos zum Gabelstapler-Hersteller Manitou

Wissenwertes über Manitou

Wenn Sie das Unternehmen mit Nordamerika oder gar dem wilden Westen assoziieren, dann liegen Sie leider völlig falsch. Winnetou kam ja auch aus Frankreich und hier residiert die Manitou-Gruppe schon seit ihrer Gründung im Jahr 1953. Der mittlerweile börsennotierte Produzent von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen und Flurfördertechnologie hat seinem Sitz in der Kleinstadt Ancenis. Die Ortschaft mit gerade einmal knapp 8.000 Einwohnern liegt direkt an der für ihre wunderschönen Schlösser berühmten Loire. Die Konzernphilosophie ist aber alles andere als kleinstädtisch. Das Unternehmen ist international tätig und unterhält Produktionsstandorte in ganz Europa, außerdem ist es in Russland und Australien gut im Geschäft. Weltweit arbeiten etwa 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Manitou. Im Jahr 2006 hat der Umsatz des Unternehmens erstmals den zehnstelligen Bereich erreicht, derzeit beträgt er etwa 1,25 Milliarden Euro. Unter der Marke Gehl vertreibt der Konzern weltweit Baufahrzeuge, vor allem Raupen, Bagger und Mini-Bagger. Kompaktbagger und Radlager werden unter der Marke Mustang angeboten. Die Flurfördertechnik teilen sich die Marken Manitou und Loc. Geländegängige Manitou Gabelstapler waren von Beginn an das Herzstück des Unternehmens, mittlerweile gewinnt die Produktion landwirtschaftlicher Maschinen und Erntegeräte aber immer mehr an Bedeutung. Bemerkenswert ist auch das enorme Sortiment an Anbaugeräten aller Art, die auch unter der Marke Edge vertrieben werden.

Wie Manitou geboren wurde

Der große Manitou der nordamerikanischen Ureinwohner ist ein Mysterium. Die Geschichte des nach ihm benannten Gabelstaplerherstellers ist dagegen bestens dokumentiert. Das Unternehmen ist sehr stolz auf seine Historie und das, was es erreicht hat. Gegründet wurde die Firma 1953 von den beiden Franzosen Andrée Braud und Henri Faucheux unter dem Namen „Braud & Faucheux“. Das junge Unternehmen konzentrierte sich zunächst auf die Herstellung kleinerer Maschinen für den Bau und die Landwirtschaft. Die Marke Manitou wurde erst fünf Jahre später geboren. 1958 baute Marcel Braud, der Sohn des Unternehmensgründers Andrée Braud, einen Traktor in einen geländegängigen Gabelstapler um. Das Fahrzeug wurden Manitou genannt, da es bei den amerikanischen Ureinwohnern auch Sitte war, alltägliche Dinge mit herausragenden Eigenschaften so zu bezeichnen. Die Marke wurde noch im gleichen Jahr eingetragen, die Firma änderte das Unternehmen aber erst 1981. Das Jahr war auch noch aus einem anderen Grund weichenstellend. Das Unternehmen begann mit der Produktion von Teleskopladern mit Allradantrieb. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Fahrzeuge war mit dafür verantwortlich, dass das Unternehmen 1984 an die Börse ging. Danach begann Manitou sehr schnell zu wachsen und in die europäischen Nachbarländer zu expandieren. 1991 wurde die Tochtergesellschaft Manitou Benelux gegründet. Im neuen Jahrtausend war Europa nicht mehr groß genug und das Unternehmen streckte seine Fühler nach Australien aus, wo es 2005 eine Niederlassung eröffnete. Im Jahr zuvor wurde bereits die Fertigstellung des zweihunderttausendsten Manitou Fahrzeugs gefeiert. Der anhaltende Erfolg hat dazu geführt, dass auch die Japaner an dem französischen Unternehmen Interesse zeigten. Einer der Großaktionäre ist mittlerweile der Maschinenbauer Yanmar aus Osaka.

Manitou Gabelstapler

Manitou produziert Maststapler und Mitnehmstapler mit Elektro-, Gas- und Dieselmotoren für den Einsatz in der Halle und im Gelände, insbesondere in der landwirtschaftlichen Produktion und auf dem Bau. Unter den Manitou Staplern mit Elektroantrieb sind die Modelle aus der Serie ME 315 besonders beliebt. Die kleinen und sehr wendigen Manitou Gabelstapler sind relativ günstig in der Anschaffung, leicht zu bedienen und wartungsarm. Sie heben Lasten von 1,5 Tonnen bis auf eine Höhe von 4,5 Metern. Die Fahrzeuge bewähren sich besonders bei der industriellen Produktion. Für Kunden, die eigentlich einen Traktor mit Gabel brauchen, wurde die M 26-Serie geschaffen. Dem auf robuste Weise richtig schnuckeligen Modell M 26-4 sieht man den Traktor in der Ahnengalerie auch sofort an. Bei dem geländegängigen Maststapler kommt kein Zweifel daran auf, dass er gebaut wurde, um Heu- und Strohballen vom Feld in den Stall zu schaffen. Dank seines kräftigen 75 PS-Motors und seiner stabilen Bauweise, ist er aber auch auf Baustellen ein gerne gesehener Helfer. Manitou Stapler sind enorm vielseitig. Neben echten Kraftprotzen aus der Serie M 70-2 H, die locker 7 Tonnen heben und bewegen, gibt es auch die praktischen Mitnehmstapler für unterwegs. Die Manitou Stapler aus der TMT-Serie passen auch in kleine Lastfahrzeuge und erleichtern so die Verladearbeiten überall dort, wo ein Stapler gebraucht wird, aber keiner stationiert ist. Die mobilen Manitou Stapler wiegen etwa 2,5 Tonnen, was auch ihrer Hubkraft entspricht.

Das besondere an Manitou

Kein anderer Hersteller bietet ein so großes Sortiment an Anbaugeräten. In der Produktplatte finden sich fast zwanzig verschiedene Kipp- und Schwenkgabelträger, darunter auch welche mit schwimmenden Zinken. Nicht minder beeindruckend ist das Angebot an Schaufeln, Rührkörben und Kübeln. Speziell für die Landwirtschaft gibt es Ballengreifer, Quaderballengreifer und Rippenklammern. Für den Hochbau wurden Lasthaken, ausziehbare Kranausleger und Verlängerungsausleger entwickelt. Darüber hinaus gehören Arbeitsbühnen, Betonkübel und Seilwinden sowie spezielle Anbaugeräte für den Bergbau zum Sortiment. Reifenklammern und Zylinderklammern sorgen für mehr Sicherheit in der Zeche. Mit einer neu entwickelten hochpräzisen Rohrklammer erleichtert und beschleunigt Manitou die Trassenlegung in der Versorgungsindustrie.

Kontakt:
Manitou Deutschland
Dieselstraße 34
61239 Ober-Mörlen
E-Mail: [email protected]
www.manitou.com

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